Skanzen Rožnov pod Radhoštěm
Das Walachische Freilichtmuseum (Valašské muzeum v přírodě) in Rožnov pod Radhoštěm in den Beskiden ist ein volkskundliches Freilichtmuseum. Es besteht aus vier Teilen: dem Hölzernen Städtchen im Kurpark, dem Mühlental, dem Walachischen Dorf am Hang darüber und den Berghütten auf Pustevny. Das Museum geht auf die Brüder Bohumír und Alois Jaroněk zurück, weitgereiste Kunsthandwerker aus Malenovice bei Zlín. Angeregt wurden sie durch die Tschechoslowakische Ethnographische Ausstellung in Prag 1895, die Millenniumsausstellung in Budapest 1896 und die Skandinavienreise von Alois, der Skansen bei Stockholm und das heutige Norsk Folkemuseum in Oslo besuchte. 1909 liessen sie sich in Rožnov nieder und gründeten 1911 einen Museumsverein; der Erste Weltkrieg verhinderte die für 1913 geplante Eröffnung. 1925 standen die ersten beiden Häuser am Marktplatz; im selben Jahr fand das erste Folklorefest Walachisches Jahr statt. Zum Holzstädtchen gehören das Vašek-Gasthaus des 16. Jahrhunderts, eine Kopie der Vogtei aus Velké Karlovice und eine im Zweiten Weltkrieg nach dem Vorbild der Kirche von Větřkovice errichtete Holzkirche. In den 1960er Jahren entstand das Walachische Dorf mit etwa 40 Objekten, ab 1983 das Mühlental mit Mühlen, Sägen, Walk- und Hammerwerken. Die um 1900 für den Beskidentourismus gebauten Hütten auf Pustevny sind seit 1995 Nationales Kulturdenkmal und wurden bis 2003 wieder geöffnet; die Hütte Libušín brannte im März 2015 ab. Auf dem Gelände werden Nutztiere gehalten und auf der Almhütte Käse hergestellt; über das Jahr finden rund 60 Veranstaltungen statt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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