Familiengräber von Eulau
archäologische Fundstätte in Sachsen-Anhalt
Die Familiengräber von Eulau liegen in der Hochterrasse bei Eulau, einem Ortsteil von Naumburg im Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt. Sie wurden 2005 während einer archäologischen Rettungsgrabung im Zuge eines Kiesabbaus entdeckt. Die Gräber stammen aus der Schnurkeramik-Kultur und datieren ins Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. Sie enthalten die Reste von 13 Personen, darunter zwei Männer, drei Frauen und acht Kinder, die in vier Gräbern bestattet wurden. Die Bestattungen zeigen eine dichte Anordnung der Skelette, wobei die Toten teilweise einander zugewandt lagen. In den Gräbern fanden sich Beigaben wie Steinaxten, Feuersteingeräte und Schweineknochen. Anthropologische Untersuchungen ergaben, dass bei fünf der Toten Gewalteinwirkung die Todesursache war. DNA-Analysen bestätigten eine verwandtschaftliche Beziehung, darunter die erste nachgewiesene prähistorische Kernfamilie. Die Gräber sind heute in der Dauerausstellung des Landesmuseums in Halle ausgestellt. Die Skelette wurden in der Restaurierungswerkstatt des Museums untersucht. Die Verletzungen deuten auf eine gewaltsame Auseinandersetzung hin, bei der alle 13 Personen gleichzeitig starben. Die Forschung konzentriert sich weiterhin auf die Identifizierung der Täter und die kulturelle Einordnung der Funde.
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- Art
- Archäologische Stätte, Gräberfeld, Erbbegräbnis
- Ort
- Naumburg
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