Kastell Aying
nie fertiggestelltes römisches Militärlager im Südosten des Landkreises München
Das Kastell Aying ist ein nie fertiggestelltes römisches Militärlager, das als spätantike Befestigung für die Überwachung der Römerstraße von Salzburg nach Augsburg gedacht war. Es liegt im Südosten des Landkreises München, am östlichen Ortsrand von Aying. Die Anlage wurde 2016 entdeckt, nachdem Luftbilder und geophysikalische Untersuchungen Hinweise auf die römische Befestigung zeigten. Die Lage des Kastells ist strategisch, da es eine gute Fernsicht nach Westen und Nordwesten bietet. Die Entdeckung des Kastells war 2016 für die Wissenschaft und lokale Heimatforscher bedeutsam, da es bislang keine Hinweise auf einen römischen Fundplatz in der Region gab. Die Anlage hat eine Größe von etwa 62 × 67 Metern und war vermutlich in der Zeit des valentinianischen Festungsbauprogramms errichtet. Sie umschloss eine Fläche von rund 0,25 Hektar und hatte vier Ecktürme sowie Zwischentürme. Die geplante Umfassungsmauer wurde nicht vollständig ausgehoben, und die Innenfläche blieb unbebaut. Das Kastell Aying liegt auf einem Endmoränenrücken und bietet einen guten Ausblick in westliche Richtung. Die militärischen Planungen orientierten sich an der Nähe einer Quelle, die bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurde. Umgebung des Kastells finden sich römische Siedlungsspuren sowie eine archäologisch gesicherte Fernstraße nach Salzburg. Die Anlage ist als Bodendenkmal geschützt, und archäologische Forschungen sind nur mit Genehmigung erlaubt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Bodendenkmal
- Ort
- Aying
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Bayern
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