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Kollegiatstift St. Arnual, Saarbrücken
Kirchengebäude in Saarbrücken
Das Kollegiatstift St. Arnual liegt im Stadtteil Sankt Arnual von Saarbrücken und war ursprünglich ein Chorherrenstift, das dem Bistum Metz angehörte. Es wurde im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und war bis zur Reformation ein katholisches Stift. Im Jahr 1569 wurde es aufgelöst, doch die evangelische Gemeinde nutzt die Stiftskirche seit 1575 als Gottesdienststätte. Das Stift besitzt heute einen großen Wald mit 720 Hektar und verwaltet die Vermögenswerte als eigenständige kirchliche Einrichtung. Das Stift hat eine lange Geschichte, die bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht. Im Mittelalter war es ein zentraler Ort für die kirchliche Dienstaufsicht über mehrere Pfarreien. Die Stiftskirche, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde, war bis zur Kanalisation der Saar in den 1960er Jahren eine Grablege der Familie Nassau-Saarbrücken. Die Kirche wurde 1980–1995 aufwendig instand gesetzt, um den Chorraum vor einem Einsturz zu schützen. Sie beherbergt bedeutende Kunstdenkmäler, darunter Grabmäler und Fenster des ungarischen Künstlers György Lehoczky. In der Stiftskirche stehen zwei Orgeln: eine Hauptorgel von Kuhn aus dem Jahr 1995 mit 44 Registern und ein Positiv von Karl Schuke im Neobarockstil. Die Kirche besitzt zudem drei Stahlglocken, die 1948 von der abgebrannten Schlosskirche als Leihgabe übergeben wurden. Der Stiftswald wird heute nachhaltig bewirtschaftet und ist ein zentraler Bestandteil der Stiftsvermögensverwaltung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Saarbrücken
- Adresse
- St. Arnualer Markt 66, 119 Saarbrücken
- Baustil
- Gotische Architektur
- Architekt
- György Lehoczky
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