Waldburg, mittelalterliches Refugium

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Kanton St. GallenBezirk Kanton St. Gallen

Waldburg, mittelalterliches Refugium

Abgegangener Ungarnwall der Abtei St. Gallen in Häggenschwil im KantonSt. Gallen, Schweiz

Die Waldburg ist ein abgegangenes, mutmaßlich frühmittelalterliches Refugium der Abtei St. Gallen, gelegen im östlichen Teil der Gemeinde Häggenschwil im Schweizer Kanton St. Gallen. Sie befindet sich südlich des Weilers Tobel auf einer Anhöhe, umgeben von der Sitter im Osten, Süden und Westen. Ein Bach floss bis ins 20. Jahrhundert an der Waldburg vorbei. Die Waldburg gilt als wahrscheinliche Fluchtburg der Abtei St. Gallen während des Ungarnangriffs im Jahr 926. Der Mönch Ekkehard IV. beschreibt in der Casus Sancti Galli die Flucht der Mönche auf die befestigte Insel Wasserburg. Die Waldburg liegt etwa 6,5 Kilometer vom Klosterbezirk entfernt und könnte der erwähnte Berg Rosenberg sein. Die Nähe zur Sitter und die Lage im Bereich des einstigen Klosterbesitzes stützen diese Zuordnung. Die Waldburg erstreckt sich auf einem Plateau von etwa 1,7 Hektar, 30 Meter über der Sitter. Die Anlage ist durch Erdaufschüttungen und Wälle geschützt, wobei der nördliche Hang besonders steil ist. Im Nordwesten vermutet man den Haupteingang mit einem dammartigen Aufgang. Überreste wie ein Halsgraben und Natursteine deuten auf eine zusätzliche Befestigung mit Trockenmauern hin. Die Anlage ist in einer archäologischen Schutzzone, aber bisher keine professionellen Grabungen durchgeführt worden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte, Fliehburg
Ort
Häggenschwil
Adresse
Waldburg, 9312 Häggenschwil
Denkmalstatus
Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
Seehöhe
542 m

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