Benediktinerabtei St. Georg, Isny

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Benediktinerabtei St. Georg, Isny

benediktinische Reichsabtei in Isny im Allgäu

Das Kloster St. Georg in Isny im Allgäu wurde 1096 gegründet und war bis 1806 eine Benediktinerabtei. Es war Teil der Diözese Konstanz und bestand als kleine Reichsabtei bis zur Säkularisation. 1803 übernahm Graf Otto Wilhelm von Quadt-Wykradt die Abtei und die Stadt Isny. 1806 wurde die Grafschaft Isny von Württemberg mediatisiert. Die Abtei blieb im Besitz der Familie und wurde als Schloss genutzt. 1868 wurde die Klosterkirche der Stadt geschenkt und zur Pfarrkirche St. Georg und Jakobus. Die Abtei war bis ins 18. Jahrhundert ein zentraler Ort für die Stadt Isny. Im Mittelalter war sie Teil der Stadtbefestigung und verlor erst 1284 einen Großteil ihres Besitzes durch einen Stadtbrand. Im 16. Jahrhundert stand sie unter Protestanten, doch die Mönche blieben katholisch. Bis 1781 gelang es der Abtei, sich von den Truchsessen von Waldburg zu befreien. Im Barockzeitalter erreichte sie einen Wohlstand, der sich in der Rokoko-Ausstattung der Kirche widerspiegelte. Die Abtei wurde 1803 aufgelöst und als Schloss weiter genutzt. Die Klosterkirche wurde 1288 nach einem Brand wieder aufgebaut und im 17. Jahrhundert erneuert. 1666 wurde sie als Hallenkirche eingeweiht. Die Bauwerke wurden von Baumeistern wie Giulio Barbieri und Michael Beer gestaltet. Die Kirche blieb bis 1868 im Besitz der Abtei und wurde dann zur Pfarrkirche. Die Gebäude wurden im 19. Jahrhundert erhalten und 1994–1996 restauriert. Heute sind Teile der Konventgebäude als Kunsthalle und Galerie genutzt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Isny im Allgäu
Adresse
Schloß 1–12, 88317 Isny im Allgäu
Erbaut
1096
Architekt
Michael Beer
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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