Lübecker Eisenbahntor

📷 Bild: Wikimedia Commons

SehenswürdigkeitBezirk Lübeck

Lübecker Eisenbahntor

ehemaliges Stadttor in Lübeck

Das Lübecker Eisenbahntor war das letzte neu erbaute Stadttor und befand sich an der Possehlstraße, direkt bei der Wielandbrücke. Es lag am nördlichen Rand des Buniamshofs und war Teil der alten Stadtbefestigung. Das Tor wurde 1850 errichtet, als die Lübeck-Büchener Eisenbahn die Wallanlagen durchschnitt, um den Bahndamm durch die Stadt zu führen. Das Eisenbahntor diente als bewachtes Durchgangstor und wurde von einer Wache aus neun Mann besetzt. Es bestand aus einem Eisengatter über den Gleisen, das nur durch einen Bahnwärter geöffnet wurde. Fußgänger konnten nachts über seitliche Pforten durchschreiten. 1864 wurde die Torsperre aufgehoben, doch die Akzise blieb bestehen, weshalb die Wache bis 1867 blieb. 1867 wurde das Tor schließlich durch die Eisenbahn gesprengt, wodurch ein religiöses Problem entstand, das durch symbolische Holztore gelöst wurde. Das Eisenbahntor war ein Teil der Stadtbefestigung und stand bis 1887 als Wachgebäude. Nach dem Bau des neuen Hauptbahnhofs 1905 wurde die Bahnstrecke stillgelegt, und das Tor wurde abgerissen. Das Wachgebäude wurde zu verschiedenen Zwecken genutzt und schließlich als letzter Überrest des Eisenbahntors abgerissen. Die Geschichte des Tors spiegelt die Entwicklung der Stadt und der Eisenbahn in Lübeck wider.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Stadttor
Ort
Lübecker Altstadt
Erbaut
1850

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