📷 Bild: Wikimedia Commons
Golm
Hügel und Friedhof bei Garz
Der Golm ist eine 69 Meter hohe Erhebung auf der Insel Usedom, im östlichen Teil der Gemeinde Garz, nahe dem Dorf Kamminke. Er liegt dicht an der deutsch-polnischen Grenze und war seit 1967 unter Naturschutz. Der Name stammt aus dem slawischen Wort für Hügel. Der Berg entstand durch Eisvorgänge und wurde bis vor 5.000 Jahren von der Ostsee umschlossen. In der Region wurden bereits in der Bronzezeit Spuren von Siedlungen und Befestigungen gefunden. Der Golm ist eine der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands und die größte in Mecklenburg-Vorpommern. Etwa 3.000 bis 4.000 Soldaten wurden hier beerdigt, zusätzlich wurden nach dem Bombenangriff auf Swinemünde am 12. März 1945 bis zu 23.000 Tote in Massengräbern bestattet. Jährlich besuchen etwa 30.000 bis 40.000 Menschen die Stätte, an der Gedenkveranstaltungen zu den entsprechenden Daten stattfinden. Die Gedenkstätte wurde 1992 von einer Interessengemeinschaft gegründet und 2000 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge übernommen. Auf dem Golm gibt es eine Gedenkstätte mit einem Rundbau aus Beton, der 1973 abgeschlossen, aber nicht fertiggestellt wurde. Die Inschrift auf der Bodenplatte nennt „dreitausendtausend Tote des Zweiten Weltkrieges“. Um den Rundbau herum stehen Granitkreuze und Bronzetafeln mit Namen der Toten. Zudem gibt es ein Informationsgebäude, eine Granitstele mit einer Gedenktafel und einen Schaukasten am Zugang. Die Umgebung des Golms ist von einem Buchenwald geprägt, der mit einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten bestückt ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Hügel, Friedhof
- Ort
- Garz
- Seehöhe
- 69 m
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