Villa rustica
war ein römischer Gutshof im Kölner Stadtteil Müngersdorf
Die Villa rustica in Köln-Müngersdorf war ein römischer Gutshof, dessen Reste 1926 bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Sie lag etwa 5,2 Kilometer vom antiken Stadttor entfernt, nahe dem heutigen Rheinenergiestadion. Die Ausgrabungen fanden auf dem Gelände der späteren Jahnwiese statt, wo ein Plan zur Errichtung einer Spielwiese die Zerstörung der Trümmerstelle bedrohte. Fritz Fremersdorf leitete die Arbeiten, unterstützt von 30 arbeitslosen Männern und einem Sonderkredit des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer. Die Villa entstand vermutlich um 50 n. Chr. auf den Ruinen eines bäuerlichen Hauses. Das Hauptgebäude war eine Portikusvilla mit zentralen Wirtschaftsräumen, beheiztem Wohnraum, Bad und Keller. Innen fanden sich Malereien, Marmorverkleidungen und Mosaiksteine. Nebengebäude, Scheunen und Ställe sowie sieben Brunnen zeugten von der Nutzung als landwirtschaftlicher Betrieb. Die Anlage war gut an die Via Belgica angeschlossen, eine wichtige Fernstraße. Besucher können sich an der Lage der Villa orientieren, die heute im Stadtteil Müngersdorf liegt. Die Ausgrabungen ergaben neben römischen Funden auch vorgeschichtliche Artefakte. Die Grabstätten der Villa belegen die religiöse Vielfalt, da sowohl römische als auch gallo-römische Götter verehrt wurden. Zudem wurden christliche Inschriften sowie Grabbeigaben wie Silberlöffel und Glasgefäße gefunden, die Einblicke in den Alltag und die Beerdigungsrituale der Zeit geben.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Köln
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