Kleinkastell Feldheimer Wald
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kleinkastell Feldheimer Wald ist ein römisches Grenzkastell am Obergermanischen Limes, westlich von Hungen im Landkreis Gießen. Es liegt im Feldheimer Wald, in der Nordecke des Waldes, unweit des nördlichen Waldrandes. Die Anlage war Teil der Grenzüberwachung zwischen den Kastellen Inheiden und Arnsburg und überwachte Limesübergänge. Die Ausgrabungen begannen 1842 und wurden in den Jahren 1896/1897 sowie 2009 weitergeführt, um die genaue Lage des Kastells zu klären. Das Kastell war etwa 890 m² groß und hatte eine abgerundete Umwehrung aus stark vermörtelter Mauer. Es gab nur ein vermutetes Tor auf der Südostseite, doch der wahrscheinliche Zugang lag auf der Nordostseite. Die Innenbebauung blieb unklar, da keine Spuren gefunden wurden. Die Datierung ist ungeklärt, wobei Asche und Holzkohle auf ein gewaltsames Ende hindeuten. Die Besatzung war vermutlich eine Vexillatio einer der benachbarten Auxiliartruppen. Das Kastell steht im nördlichen Limesbogen der Wetterau und war im Umfeld der Wachtürme Wp 4/67-68, Wp 4/70-71 und selbst als Wp 4/69 bezeichnet. Der Limesverlauf ist hier nur noch als leichte Erhöhung sichtbar, da er durch Ackerbau verschliffen wurde. Das Kastell und die umliegenden Anlagen sind als UNESCO-Weltkulturerbe und Bodendenkmale geschützt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Römisches Bauwerk, Archäologische Stätte
- Ort
- Hungen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
- Seehöhe
- 187 m
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