📷 Bild: Wikimedia Commons
Zoologischer Garten Hamburg
ehemaliger Zoo in Hamburg (1863-1930)
Der Zoologische Garten Hamburg war ein Zoo in der Stadt Hamburg, der am 17. Mai 1863 eröffnet wurde. Er war der fünfte deutsche Zoo und wurde auf Initiative einiger Hamburger Bürger gegründet. Das Gelände wurde von Friedrich Jürgens geplant und gestaltet, und die Bäume stammten von der Baumschule „James Booth und Söhne“. Alfred Brehm war der erste Direktor und leitete den Zoo bis 1866, als er entlassen wurde. Danach folgten verschiedene Direktoren, darunter Heinrich Bolau und Julius Vosseler, der den Zoo bis 1927 leitete. Der Zoo hatte eine Fläche von etwa 14 Hektar, die vom Hamburger Senat für fünfzig Jahre kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Im Laufe der Jahre stieg die Fläche aufgrund finanzieller Schwierigkeiten immer wieder ab, bis der Zoo 1930 geschlossen wurde. Ein Teil des Geländes wurde in einen Rummelplatz und einen Vogelpark umgewandelt, während der andere Teil für die Niederdeutsche Gartenschau neu gestaltet wurde. Die Tiergartenstraße erinnert an die frühere Nutzung des Geländes. Im Zoologischen Garten wurden regelmäßig Völkerschauen veranstaltet, die bis 1910 stattfanden. Die Tierhaltung und die Ausstellungen standen im Fokus, wobei die Sammlung von Alfred Brehm und die Entwicklung des Tierbestands besonders hervorzuheben sind. Der Zoo war ein Zentrum für Tierforschung und Pflege, das bis in die 1920er Jahre bestand. Die Nachfolge des Zoos wurde durch den Tierpark Hagenbeck erschwert, der 1907 eröffnet wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Zoo
- Ort
- Hamburg
- Erbaut
- 1863
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