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Pfarrkirche Sitzendorf an der Schmida
Kirche in Sitzendorf an der Schmida (12843)
Die Pfarrkirche zum heiligen Martin in Sitzendorf an der Schmida liegt leicht erhöht am nordöstlichen Hauptplatz der Gemeinde und wird von mittelalterlichen Mauerresten umgeben. Sie ist eine dreischiffige Staffelhalle aus romano-gotischer Zeit mit spätbarockem Kapellenanbau an der Nordseite. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde das Langhaus errichtet, und im späten 17. Jahrhundert erfolgte eine umfangreiche Barockisierung. Die Kirche hat ein dreischiffiges Langhaus mit polygonalem Chor und Satteldächtern, die eine Kreuzform bilden. Im Inneren ist ein Sternrippengewölbe mit Achtzackensternen und ein Kreuzrippengewölbe mit reliefierten Schlusssteinen. Das südliche Seitenschiff besitzt ein Netzrippengewölbe, während das nördliche Seitenschiff ein Kreuzgewölbe aus dem 16. Jahrhundert hat. Im Westen ist eine platzlunterwölbte Orgelempore eingezogen, und der Triumphbogen aus dem 14. Jahrhundert ist leicht eingezogen. Die Ausstattung umfasst ein spätbarockes Säulenretabel des Hochaltares aus dem Jahr 1755, das an die Apsisrundung angeglichen ist. Die Kirche hat Maßwerkfenster, einen spätgotischen Wappenschild mit dem österreichischen Bindenschild und Schlusssteine mit dem Passauer Wolf. Die Bausubstanz blieb unbeschädigt, und die einzelnen Bauphasen können durch Mauertechnik und Dendrochronologie datiert werden. Die Kirche ist Teil des Dekanats Schmidatal in der Erzdiözese Wien.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Pfarrkirche, Kirchengebäude
- Ort
- Sitzendorf an der Schmida
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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