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Genthin
Stadt im Landkreis Jerichower Land
Genthin ist eine Kleinstadt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt. Sie liegt östlich der Elbe zwischen Berlin und Magdeburg und war ursprünglich an der Stremme gelegen, deren Oberlauf im Plauer Kanal aufging. Die Stadt wird von mehreren Ortsteilen wie Dreibachen, Mollenberg und Königsrode umgeben. Im Fiener Bruch, einem Naturschutzgebiet, leben Großtrappen, und die Vogelwarte mit dem Beobachtungsturm Königsroder Hof ist ein Zentrum für Vogelbeobachtung. Der Volkspark in Altenplathow wurde 1839 als Gutspark errichtet. Genthin hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. 1539 erhielt die Stadt das Marktrecht, und 1727 wurde sie Garnisonsstadt. Der Bau des Plauer Kanals zwischen 1743 und 1745 brachte wirtschaftlichen Aufschwung, da er den Weg von Berlin nach Magdeburg um 150 Kilometer verkürzte. Im 19. Jahrhundert entstanden Industriebetriebe, und 1902 wurde eine katholische Kirche geweiht. 1943 wurde ein Außenlager des KZ Ravensbrück eingerichtet, und 1949 starben 278 Menschen im schwersten Eisenbahnunglück Deutschlands. In Genthin gibt es mehrere sehenswerte Bauwerke, darunter die St. Trinitatis-Kirche, die 1707–1722 errichtet wurde, und den 48 Meter hohen Wasserturm aus den 1930er Jahren. Die katholische St. Marien-Kirche wurde 1902/03 gebaut. Im Bahnhof steht ein Denkmal für das Eisenbahnunglück von 1939. Die Vogelwarte mit dem Königsroder Hof und der Volkspark in Altenplathow bieten Ausblicke auf die Natur und historische Landschaft.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadt in Deutschland
- Ort
- Landkreis Jerichower Land
- Seehöhe
- 49 m
In der Nähe
- Stadtkirche St. Trinitatis113 m
- Eisenbahnunfall von Genthin419 m
- Kreismuseum Jerichower Land415 m
- Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Stremme-Fiener900 m
- Kriegerdenkmal1.1 km
- Brettin3.4 km
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