📷 Bild: Wikimedia Commons
Kolomanistein
Felsen mit Kapellenaufbau
Der Kolomanistein bei Eisgarn in Niederösterreich ist ein mit einer Kapelle bebauter Schalenstein im Waldviertel. Er besteht aus zwei übereinanderliegenden Granitblöcken mit einer Höhe von etwa 2,5 Metern. Die Sage besagt, dass hier der heilige Koloman seine Füße in Wasser gebadet haben soll, das sich in einer Vertiefung an der Oberseite des Steins gesammelt hatte. Im Jahr 1713 wurde über dieser Vertiefung ein Nischenbildstock errichtet, der über einfache Steinstufen erreichbar ist. Der Kolomanistein ist ein religiöses Zentrum, an dem jährlich eine Prozession am 13. Oktober stattfindet. Die Grafen von Hirschberg förderten den Kolomankult, da ihre Burgkapelle ebenfalls dem Heiligen Koloman geweiht war. Die Prozession aus Litschau führte früher bis hierher. Zudem ist der Kolomanistein mit der Achazquelle verbunden, die 1847 von Propst Achaz, Freiherr von Stiebar, als Rastplatz und Andachtsstätte eingerichtet wurde. Vor Ort erwartet man die Kapelle am Kolomanistein, die über Steinstufen zugänglich ist, sowie das Achazmarterl, ein kapellenartiger Ziegelbau über der Quelle. Die Quelle ist durch ein Gitter zugänglich. Die Umgebung umfasst den Waldviertel und die Bundesstraße 5 zwischen Heidenreichstein und Eisgarn. Die Prozession und die Andachtsstätten sind zentrale Elemente der lokalen Tradition.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schalenstein, Kapelle
- Ort
- Eisgarn
- Denkmalstatus
- Naturdenkmal in Niederösterreich
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