Schloss Philippseck
Schloss in Deutschland
Das Schloss Philippseck war eine festungsartige Anlage auf dem Schlossberg oberhalb von Münster, einem Stadtteil von Butzbach im Wetteraukreis. Es wurde im 17. Jahrhundert von Landgraf Philipp III. von Hessen-Butzbach als Pest- und Fluchtschloss errichtet. Die Anlage lag abgelegen und war Teil des Gebiets des Gemeinen Rechts, das bis 1900 galt. Die Reste der Anlage sind heute nur noch minimal erhalten. Das Schloss war als Dreiecksanlage mit Innenhof und Risaliten konzipiert. Es hatte eine Flankenlänge von jeweils 73 Meter und wurde als Verteidigungsanlage mit Bastionen gebaut. Die Anlage war in der Festungsliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts bekannt, mit vergleichbaren Beispielen wie die Wewelsburg. Die Mittelbastionen versuchten Schwächen der Dreiecksform auszugleichen, doch nur kleine Geschütze konnten dort platziert werden. Im Inneren der Anlage gab es ein freistehendes Untergeschoss mit Schießscharten. Der schlanke Turm an der Kopfseite des Innenhofs diente vermutlich der Sicht- und Signalverbindung zur Stadtbefestigung. Der Eingang befand sich an der Nordseite, und die Südwestflanke war verlängert, um das Tor zu schützen. Luftbildarchäologie und Zeichnungen von Valentin Wagner ermöglichen Einblicke in die ursprüngliche Struktur.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Butzbach
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