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Schloss Madrid
Schloss in Frankreich
Das Schloss Madrid war ein Renaissance-Schloss in Frankreich, das an der heutigen Porte de Madrid in Neuilly-sur-Seine stand. Es lag am Rande des Bois de Boulogne und wurde im 16. Jahrhundert als königliche Residenz errichtet. Die Bauarbeiten begannen 1527 auf Anordnung von König Franz I., der nach seiner Gefangenschaft in Madrid einige Monate verbrachte. Die Fassade wurde von Girolamo Della Robbia mit Terrakotta-Basreliefs geschmückt, weshalb das Schloss auch Château de Faïence genannt wurde. Das Schloss war bekannt für seine reiche Innendekoration und architektonische Einflüsse aus der italienischen Renaissance sowie französischen Traditionen. Es wurde von verschiedenen Herrschern und Adeligen genutzt, darunter Karl IX., Katharina von Medici und Margarete von Valois. Im 18. Jahrhundert verfiel es zunehmend, wurde 1787 zum Verkauf freigegeben und 1792 abgerissen. Heute sind nur ein steinernes Kapitell und Fayence-Fragmente als Überreste erhalten. Die Ruine des Schlosses war bis zur Französischen Revolution ein Teil der Landschaft am Bois de Boulogne. Es war ein Zentrum für künstlerische und handwerkliche Aktivitäten, darunter eine Seidenstrumpf-Manufaktur. Die Ausblicke auf den Park und die historische Bedeutung des Gebäudes prägten die Umgebung. Die Überreste sind heute in Museen wie dem Keramikmuseum von Sèvres und im Schloss Écouen zu sehen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Neuilly-sur-Seine
- Erbaut
- 1528
- Baustil
- Renaissance
- Architekt
- Jacques I. Androuet du Cerceau
In der Nähe
- porte de Madrid10 m
- porte Saint-James312 m
- porte de Bagatelle414 m
- Musée des Automates611 m
- porte de Neuilly739 m
- château de Bagatelle635 m
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