📷 Bild: Wikimedia Commons
Leprosenhaus (Bad Wurzach)
ehemaliges Krankenhaus in Deutschland
Das Leprosenhaus in Bad Wurzach ist ein historisches Siechenhaus für Leprakranke, das erstmals 1355 urkundlich erwähnt wurde. Es liegt am westlichen Ortsrand der Stadt am Fuße des Leprosenberges, in der Nähe der Saint-Gobain Oberland und des Wurzacher Riedes. An das Haus ist die Leprosenkapelle angebaut, die bis 1959 als Gotteshaus diente. Ein Teil der Räume ist heute das Sepp-Mahler-Museum. Das Leprosenhaus war bis 1830 ein Zentrum für Leprakranke und wurde in der Zeit der katholischen Gegenreformation barockisiert. 1696 wurde es abgerissen und neu aufgebaut. Während der Befreiungskriege 1813–1814 diente es als Lazarett für 4.003 verwundete Soldaten. 1861 errichtete Leopold Fürst von Waldburg-Wurzach ein Denkmal für 16 Soldaten, die am Leprosenhaus starben. 1992 wurde ein Arma-Christi-Kreuz aufgestellt, um verschiedene historische Ereignisse zu gedenken. Im Leprosenhaus und dem angrenzenden Kräutergarten können Besucher die Geschichte der Lepra, der medizinischen Entwicklung und der regionalen Geschichte erkunden. Die Räume beherbergen das Sepp-Mahler-Museum, das die Lebensgeschichte des Kunstmalers erzählt. Der Kräutergarten bietet einen Ausblick auf die Umgebung und vermittelt Einblicke in die heilende Tradition der Pflanzenheilkunde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, ehemaliges Krankenhaus
- Ort
- Bad Wurzach
- Adresse
- Ravensburger Straße 59, 88410 Bad Wurzach
- Website
- http://www.leprosenhaus.de/
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