Kartause Marienbühl in Straßburg-Königshofen
Ehemaliges Kloster in Frankreich
Die Kartause Marienbühl, auch Chartreuse du Mont-Sainte-Marie de Strasbourg genannt, liegt im Stadtteil Königshofen von Eckbolsheim im Département Bas-Rhin, Region Grand-Est. Sie wurde 1335 von städtischen Bürgern und dem Bischof Berthold von Bucheck gegründet. Die Anfänge waren schwierig, doch die Gemeinschaft blühte spirituell mit 18 Zellen und sendete Mönche an andere Kartause-Abteien. Im 16. Jahrhundert verlor sie aufgrund der Reformation und der Bauernkriege ihre Mitglieder, bis sie 1591 vollständig zerstört wurde. Die Kartause war bis 1591 ein bedeutender spiritueller und kultureller Ort mit Prieuren wie Martin Gallician und Ludolphe de Saxe, der als Autor der „Vita Christi“ bekannt ist. Sein Werk beeinflusste später religiöse Bewegungen. Die Gemeinschaft wurde 1598 nach Molsheim verlegt, wo sie eine neue Abtei gründete. Die Zerstörung der alten Stätte führte zur Verteilung von Büchern und liturgischen Gegenständen an andere Strasburger Abteien. Die ehemalige Kartause war ein Zentrum der Kartuser-Ordensgeschichte mit bedeutenden Prieuren und Schriften. Die Zerstörung 1591 und der anschließende Umzug nach Molsheim markieren den Übergang zur neuen Abtei. Die Gemeinschaft blieb bis ins 18. Jahrhundert aktiv, wobei die ursprüngliche Stätte in Eckbolsheim vollständig zerstört wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kartause
- Ort
- Eckbolsheim
- Erbaut
- 1335
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