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Pavlov I
Fundstelle einer großflächigen, rund 30.000 Jahre alten jungpaläolithischen Freilandstation in Südmähren/Tschechien
Pavlov I ist eine jungpaläolithische Fundstelle in Südmähren, etwa 20 km südlich von Brünn. Sie liegt am Ortsrand der Gemeinde Pavlov und war ein Jägerlager aus der Zeit vor rund 28.000 Jahren. Die Ausgrabungen, die zwischen 1952 und 2015 stattfanden, ergaben eine hohe Funddichte sowie wichtige Artefakte wie Keramik, Schnüre und Keramik. Die Fundstelle gehört zum Dolní Věstonice-Pavlov-Milovice-Komplex, einem der größten jungpaläolithischen Jägerlager Zentraleuropas. Die Fundstelle umfasste ein Areal von etwa 2000 m² und war über einen Zeitraum von rund 2000 Jahren besiedelt. Die Kulturschichten sind durch intensives Nutzung und mehrfache Begehungen entstanden. In der Region standen vermutlich dreizehn zeltartige Hütten, die aus Holz und Fell gebaut waren. Die südöstliche Zone des Lagerplatzes ist jünger und zeigt eine höhere Konzentration von Mikrolithen, was auf eine spätere Besiedlung hinweist. Im Museum des Archeopark Pavlov sind Teile der Fundstelle als In-situ-Ausstellung präsentiert. Die Ausgrabungen zeigten, dass die Menschen hier komplexe Werkzeuge, Schmuck und sogar eine Form von Keramik und Schnüren herstellten. Die Funde belegen eine hochentwickelte Kultur, die sowohl technisch als auch künstlerisch fortgeschritten war. Die menschlichen Überreste, wie das Skelett von Pavlov 1, geben Einblick in die Lebensweise und die körperliche Erscheinung der damaligen Bevölkerung.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Pavlov
- Denkmalstatus
- Nationales Kulturdenkmal
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