📷 Bild: Wikimedia Commons
Dampfkraftwerk Kaunitzgasse
Gebäude in Mariahilf (74505)
Das Dampfkraftwerk Kaunitzgasse stand im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf und war ein privates Elektrizitätswerk. Es wurde 1890 in einer ehemaligen Parkettfabrik in Betrieb genommen und war ursprünglich mit einer Dampfmaschine von 60 PS und zwei Generatoren ausgestattet. Im Jahr 1910 erreichte das Werk mit sieben Dampfmaschinen eine Leistung von 2650 PS. 1895 wurde ein Akkumulator mit 2045 Amperestunden installiert, um Spitzenlasten zu decken. 1907 wurde das Werk an die Stadt Wien übergeben und versorgte bis dahin etwa 4.500 Abnehmer in mehreren Bezirken. Das Kraftwerk wurde aufgrund technischer Überalterung stillgelegt und in ein Umspannwerk umgebaut. Die Anlage besteht aus drei Transformatoren mit jeweils 40 MVA, die die Spannung auf 110 kV auf 10 kV reduzieren und so die Versorgung der umliegenden Stadtgebiete gewährleisten. Die Anlage ist in einer gasisolierten Schaltanlage ausgeführt, da die räumlichen Verhältnisse eng sind. Ein Teil des Werks steht unter Denkmalschutz. Die heutige Nutzung des Gebäudes umfasst die Versorgung der Umgebung mit elektrischer Energie. Die Mittelspannung in der Region beträgt 10 kV, statt der üblichen 20 kV, aufgrund der alten Hochspannungskabel. Das Umspannwerk ist Teil des Stromnetzes der Wien Energie Stromnetz und dient der Verteilung von Elektrizität an die Nachbarkommunen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kohlekraftwerk
- Ort
- Mariahilf
- Adresse
- Kaunitzgasse 10
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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