📷 Bild: Wikimedia Commons
Herrschaft Hummel
historisches Gebiet im Glatzer Land, Polen
Die Herrschaft Hummel war eine historische Region im Westen des Glatzer Landes, die ab 1459 zur Grafschaft Glatz gehörte. Sie lag im Flussgebiet der Reinerzer Weistritz und umfasste das Städtchen Reinerz sowie Dörfer wie Rückers, Roms und Hartau. Die natürliche Grenze zu Böhmen verlief über die Gebirgskämme des Habelschwerdter und Heuscheuergebirges. Das Schloss Landfried, das Mittelpunkt der Herrschaft war, stand auf einem Kegelberg westlich von Reinerz und kontrollierte eine wichtige Handels- und Heerstraße, die als „Königsweg“ bekannt war. Die Herrschaft war von 1346 bis 1560 ein bedeutendes Territorium, das mehrfach zwischen verschiedenen Adelsfamilien wechselte. 1392 wurde sie an Dietrich von Janowitz verkauft, und 1412 an Heinrich von Lazan. In der Zeit der Hussitenkriege wurde das Schloss 1427 von den Taboriten erobert, die Einfälle in das Glatzer Land und nach Schlesien unternahmen. 1477 wurde die Herrschaft um das Lewin Klodzki erweitert, was den Grenzverlauf zwischen Böhmen und dem Glatzer Land nach Westen veränderte. In Lewin Klodzki, das zu der „Böhmischen Seite“ der Herrschaft gehörte, lagen Dörfer wie Schlaney und Brzesowie. Die Region war nach den Hussitenkriegen stark entvölkert und wurde vermehrt mit Deutschen besiedelt. Die Herrschaft verfiel im 16. Jahrhundert, und viele Dörfer wurden der Böhmischen Kammer zugeordnet. Das Gebiet wurde 1742 und 1763 an Preußen abgetreten und später als „Humblischer District“ bekannt.
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- Art
- Burg, Baudenkmal
- Ort
- Lewin Klodzki
- Denkmalstatus
- unbewegliches Denkmal (Polen)
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