Ostdeutschland

Optikpark Rathenow

Der Optikpark Rathenow ist aus der Landesgartenschau 2006 hervorgegangen, die unter dem Titel Den Farben auf der Spur knapp eine halbe Million Besucher anzog. Ein Jahr später, im April 2007, öffnete auf demselben Gelände am Schwedendamm der Park dauerhaft. Sein Thema ist kein beliebiges: Rathenow gilt als eine der Wiegen der industriellen Optik in Deutschland. Diesen Zweig begründete Johann Heinrich August Duncker 1801 in der Stadt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich rund dreihundert optische Betriebe angesiedelt, und in der DDR war Rathenow der alleinige Produktionsort für Brillengläser. Der Park übersetzt diese Geschichte in Gartengestaltung: Strahlenbeete ordnen die Bepflanzung nach Farben, optische Täuschungen und klingende Farbräume machen Wahrnehmung selbst zum Gegenstand. Seit 2008 steht hier zudem das Rolfsche Fernrohr. Für Familien gibt es ein Regenhaus, Klettertürme, einen Barfußpfad und Hüpfkissen; auf dem angrenzenden Havelaltarm lassen sich Floßfahrten unternehmen. Ein Rundgang dauert ein bis zwei Stunden, mit Floß und Spielbereichen deutlich länger. Der Park ist von April bis Oktober geöffnet und damit klar auf die Vegetationszeit ausgerichtet. Rathenow liegt an der Havel, etwa siebzig Kilometer westlich von Berlin.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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