Prunnerkreuz

📷 Bild: Wikimedia Commons

KärntenBezirk Klagenfurt-Land

Prunnerkreuz

Kapelle in Maria Saal (12891)

Das Prunnerkreuz ist eine Nischenkapelle aus dem Jahr 1692, die auf dem Zollfeld in Kärnten steht. Sie liegt rund 200 Meter östlich der Bundesstraße, unweit der Ortschaft Zollfeld. Die Kapelle wurde von Johann Dominikus Prunner erbaut, einem Sekretär der Kärntner Landstände und Privatarchäologen. In ihr wurden Spolien aus der römerzeitlichen Provinzhauptstadt Virunum eingemauert, wodurch sie zum einzigen sichtbaren Zeichen der antiken Stadt wurde, bis das Amphitheater in den 1990er Jahren entdeckt und restauriert wurde. Das Prunnerkreuz ist für seine Römersteine bekannt, die an der Außenseite der Kapelle eingelassen sind. Diese Steine datieren von der späten Keltenzeit bis ins 19. Jahrhundert, wobei die meisten aus der Römerzeit stammen. In der Südmauer befindet sich eine Medaillonstele mit der Inschrift „HIC LOCVS EST UBI SALA STETIT - PENETRARE VIATOR“. Zudem sind Steine mit Inschriften und Porträts von römischen Personen wie C. Iulius Censo und T. Accius Marcus zu finden. Im Jahr 2020 wurde ein Medaillon entwendet, das nach wenigen Tagen wieder auftauchte. Die Kapelle bietet einen Blick auf die Umgebung und beherbergt eine Nischenkapelle mit einem Bild des heiligen Antonius. Die Römersteine und die Inschriften ermöglichen Einblicke in die Geschichte der antiken Stadt Virunum. Die Kapelle und ihre Umgebung sind Teil der Geschichte der Region und belegen die kulturelle Bedeutung der römischen Präsenz in Kärnten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kapelle, Kirchengebäude
Ort
Maria Saal
Adresse
Zollfeld
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Prunnerkreuz (CC0-1.0)

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