📷 Bild: Wikimedia Commons
Kriemhildenstuhl
archäologische Stätte in Deutschland
Der Kriemhildenstuhl liegt im Nordwesten von Bad Dürkheim, auf einer Höhe von etwa 240 m ü. NHN am Südosthang des Kästenbergs. Er befindet sich links des Flüsschens Isenach und ist Teil der Waldgemarkung der Stadt. Die Anhöhe ist als Denkmalzone eingestuft und gilt als Einzeldenkmal des Landes. Die Umgebung umfasst die Heidenmauer, eine keltische Siedlung aus der Hallstattzeit, sowie weitere römische Steingewinnungsstellen wie das Kallstadter Tälchen und der Weilerskopf. Der Kriemhildenstuhl war ein römischer Steinbruch, der um 200 n. Chr. von der 22. Legion betrieben wurde. Die Grabungen in den Jahren 1884, 1893/94, 1916/17, 1934/35 und 1937–1939 brachten Aufschlüsse über die Technik und Arbeitsorganisation der Römer. Inschriften und Zeichnungen aus dem Steinbruch zeigen die Arbeit der Soldaten und mögliche religiöse oder kulturelle Symbole. Die Funde belegen die Nutzung des Ortes als römische Steinbruchstätte. Im Kriemhildenstuhl wurden Sandsteine abgebaut, die mit Schrothämmern und Setzkellen bearbeitet wurden. Die Transportrille zur Talrichtung ist noch sichtbar. Inschriften wie „angulus Aici“ oder „Legionsinschriften“ belegen die Verknüpfung mit der 22. Legion. Zeichnungen wie Pferde, Menschen oder religiöse Symbole sind erhalten. Die Grabungen zeigten, dass der Steinbruch in der römischen Zeit intensiv genutzt wurde und wichtige Informationen über die römische Arbeitsweise liefert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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