📷 Bild: Matthäus Merian · Public domain · Wikimedia Commons
Ratgar-Basilika
Kirchengebäude in Fulda
Die Ratgar-Basilika in Fulda wurde zwischen 791 und 819 im Kloster Fulda errichtet und war die größte Basilika nördlich der Alpen. Sie war als doppelchörige dreischiffige Basilika mit Westquerhaus konzipiert und dem Hl. Salvator geweiht. Die Kirche ersetze den Vorgängerbau aus dem 8. Jahrhundert und wurde von Abt Ratgar, dem Baumeister, maßgeblich geplant. Sie diente als Grabkirche für den Missionar Bonifatius und zog Pilger an. Die Basilika war ein bedeutendes Bauwerk mit reicher Ausstattung, das bereits im 9. Jahrhundert Aufmerksamkeit erregte. Ein jüdischer Gesandter berichtete 973 von ihrer Größe und Reichtum. Im Mittelalter wurde sie mehrfach verändert, doch 1704 wurde sie durch einen Neubau ersetzt. Die heutige Domkirche steht auf der Stelle der alten Basilika und folgt dem Barockstil von Johann Dientzenhofer. Im Inneren der Basilika gab es ein Atrium, zwei Türme und eine Westapsis mit einer Wandmalerei. Die Krypten, die von Eigil nachträglich eingefügt wurden, symbolisierten das fuldaspezifische benediktinische Selbstverständnis. Die Kirche war ein Zentrum für Pilger und Mönche, wobei die Krypten und das Langhaus zugänglich waren. Die Westapsis enthielt das Grab von Bonifatius, das später in die Apsis verlegt wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Fulda
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