📷 Bild: Wikimedia Commons
Hrdly
Schloss in Tschechien
Hrdly ist ein Schloss mit einem landwirtschaftlichen Hof in der gleichnamigen Siedlung bei Bohušovic nad Ohří im Okres Litoměřice. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert errichtet, die heute erhaltene Form entstand durch eine barocke Umbauung, an der Kilián Ignác Dientzenhofer beteiligt war. Der landwirtschaftliche Hof und das Schloss sind als kulturelle Denkmal geschützt. Eine eigene Denkmalstatus hatte auch die ehemalige Schmiede im östlichen Teil des Hofes. Die Existenz des Objekts wurde 2006 durch eine Demolition beendet. Das Schloss wurde erstmals 1620 als adeliger Sitz erwähnt, als Václav Vilém z Roupova den Ort mit Hof und Residenz kaufte. Nach dem Erwerb des Grundbesitzes durch den Benediktinerkloster 1523 wurde ein Renaissance-Schloss errichtet. Nach dem Niedergang des Bauernaufstands wurde der Besitz 1621 konfisziert und das Gut zurück an das Kloster übergeben. Während der Kriege um das Erbteil Österreichs wurden die Siedlung und der Hof 1742 und 1744 geplündert. 1746–1747 wurde ein barocker Schloss nach Projekt von Kilián Ignác Dientzenhofer errichtet. 1824 brannte das Schloss aus, wodurch ein Teil der künstlerischen Ausstattung zerstört wurde. Der Areal ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, die Innenräume wurden in Wohnungen umgebaut. Das ursprüngliche Renaissance-Schloss bestand aus einer eingeschossigen, schindelbedeckten Bau mit einer UhrenTurm. Innerhalb befand sich eine Kapelle des heiligen Thomas, Kellereien mit Kühlraum, Vorhalle, Kammern, Küche und sechs Zimmer. Nach der barocken Umbauung hatte das Schloss einen rechteckigen Grundriss mit einer vierseitigen Turm auf dem Dach und einem kurzen querem Flügel im Westen. Die Untergeschossräume sind mit walzenförmigen und kreuzförmigen Gewölben versehen. In der Nähe der Turm befindet sich die zinnoberrote Kapelle mit einem Paar Säulen an beiden Fassaden. Von dem Hof gelangt man durch ein rechteckiges Portal mit einer Überportal in die Kapelle, die von einem großen Kassettenglasfenster beleuchtet wird. Der Innenraum ist mit einer plackenförmigen Decke mit seitlichen Feldern aus walzenförmigen Decken geschmückt. Die Decke ist mit Fresken der tschechischen Patrone dekoriert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Baustil
- Barockarchitektur
- Architekt
- Kilian Ignaz Dientzenhofer
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Tschechien
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