SehenswürdigkeitDessau-RoßlauBezirk Dessau-Roßlau

Meisterhäuser

Ensemble von sieben Häusern, die von Walter Gropius für das Bauhaus Dessau gebaut wurden

Die Meisterhäuser in Dessau-Roßlau sind eine kleine Siedlung aus drei Doppelhäusern und einem Einzelhaus, errichtet 1925–1926 nach Entwürfen von Walter Gropius. Sie liegen entlang der Südseite der Ebertallee in einem Kiefernwald. Die Häuser sind kubisch, mit Flachdächern, großen Fenstern und Terrassen, die Innen und Außen verbinden. Die Grundrisse der Doppelhäuser sind identisch, wobei jede Hälfte das Spiegelbild der anderen ist. Die Anlage wirkt wie eine Waldsiedlung, umgeben von Kiefern. Die Meisterhäuser sind ein bedeutendes Werk der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit. Sie wurden von Bauhaus-Meistern und Gropius bewohnt. Nach der Schließung des Bauhauses 1932 und den Zerstörungen 1945 blieben nur Teile der Gebäude erhalten. Seit den 1990er Jahren wurden sie renoviert und museal zugänglich. Die zerstörten Teile und die Trinkhalle wurden 2013–2014 als „Neue Meisterhäuser“ wiederhergestellt, ohne eine getreue Rekonstruktion vorzunehmen. Die Häuser sind durch ihre kubische Form und einfarbige Flächen charakterisiert. Die Innenräume wurden von den Bewohnern individuell gestaltet, wobei einige Räume originalgetreu rekonstruiert wurden. Die Restaurationen fanden mit privaten Mitteln und Stiftungsunterstützung statt. Die Innenwände der neuen Häuser wurden mit unterschiedlichen Verputzarten und Weißtönen gestaltet, was den Eindruck verändert. Die Meisterhäuser sind heute Teil der Bauhaus-Gedenkstätte und bieten Einblick in die Architektur und Lebenswelt der Bauhaus-Meister.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum, Bauensemble
Ort
Dessau-Roßlau
Denkmalstatus
Teil einer UNESCO Welterbestätte

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