Pilsumer Leuchtturm

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Pilsumer Leuchtturm

gelb-roter Leuchtturm in Ostfriesland

Der Pilsumer Leuchtturm steht auf dem Nordseedeich in der Gemeinde Krummhörn und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Ostfrieslands. Er wurde 1890 fertiggestellt und war Teil eines deutsch-niederländischen Projekts zur Beleuchtung der Unter-Ems. Der Turm war für einen etwa fünf Kilometer langen und 600 Meter breiten Abschnitt der Fahrroute zwischen Borkum und Emden zuständig. Er diente bis 1915 zur Befeuerung der Emshörnrinne und wurde 1919 stillgelegt, da sich die Fahrrinne verändert hatte. Der Leuchtturm wurde 1973 saniert und erhielt seinen heute bekannten rot-gelb-roten Anstrich. Seit 1998 ist er in Besitz der Deichacht Krummhörn, die sich um seinen Erhalt kümmert. Der Turm wird heute auch als Trauzimmer genutzt und ist in mehreren Filmen und Serien aufgetreten, darunter Otto – Der Außerfriesische und eine Episode der Tatort-Reihe. Brautpaare und Verliebte haben an den Fenstergittern Liebesschlösser angebracht, die seit einer Renovierung an einem neuen Gitter befestigt werden können. Der Leuchtturm hat eine Bauwerkshöhe von rund zwölf Metern und besteht aus Schmiedeblechteilen auf einer Stahlkonstruktion. Er hat drei Stockwerke, die über eine innenliegende Treppe erreichbar sind. Die untere Etage diente als Öl- und Teilelager, die mittlere als Wohnraum und die obere als Lampenraum. Über dem Lampenraum befindet sich ein Kupferdach mit pilzförmigen Lüftungsstutzen. Die Befeuerung erfolgte durch eine Petroleumdochtlampe mit einer 1,57 m hohen Linse.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Leuchtturm
Ort
Krummhörn
Adresse
Landesschutzdeich
Erbaut
1891
Denkmalstatus
Baudenkmal in Niedersachsen
Seehöhe
15 m

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