Mammutgrube
archäologische Fundstelle von Knochen eines Mammuts nahe der Eifelgemeinde Polch
Die Mammutgrube ist eine archäologische Fundstelle mit Knochen eines Wollhaarmammuts, die 1936 im Nettetal bei Polch entdeckt wurde. Sie liegt etwa einen Kilometer vom Autobahnparkplatz „Mammutgrube“ an der A48 entfernt. Die Fundstelle zählt zu den seltenen Fundplätzen für Wollhaarmammuts, da bis Ende des 20. Jahrhunderts nur sechs solche Stellen bekannt waren. Die Ausgrabung wurde 1936 von Josef Niedermayer geleitet, einem Geologen der Universität Bonn. Die Knochen wurden als natürlicher Tod des Tieres interpretiert, was zu einem wissenschaftlichen Streit führte. Einige Forscher vermuteten jedoch, das Tier sei von Menschen getötet und in eine gegrabene Grube gestellt worden. Spätere Untersuchungen widerlegten diese Theorie. Das Mammut war etwa 60–70 Jahre alt und erreichte eine Länge von 4,60 Metern. Die Knochen und Zähne des Mammuts sind heute im Institut für Paläontologie der Universität Bonn ausgestellt. Die Fundstelle liegt in der Vulkaneifel und ist Teil der Region, in der 1965/1966 weitere Mammutfunde in der Nähe des Hasenberg-Vulkankegels gemacht wurden. Die Knochen zeigen, dass das Tier vermutlich an Gasen aus dem Vulkankrater starb.
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- Art
- Archäologische Stätte, Fundort
- Ort
- Polch
In der Nähe
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