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Karmelitenkloster Lienz

ehemaliges Karmelitenkloster im Zentrum der Stadt Lienz in Osttirol, heute ein Franziskanerkloster

Das Karmelitenkloster Lienz war ein Kloster der Karmeliter in der Stadt Lienz, Bezirk Lienz, Osttirol. Es wurde 1349 von der Gräfin Euphemie von Görz und ihren Söhnen gegründet und war ursprünglich für zwölf Bewohner ausgelegt. Im Laufe der Zeit wuchs die Gemeinschaft auf bis zu zwanzig Brüder. Das Kloster war bis 1785 Bestandteil der Karmeliterordnung und wurde 1785 an die Franziskaner übergeben, nachdem es aufgehoben wurde. Das Kloster spielte eine wichtige Rolle in der Region, etwa durch das Vikariat in Tristach und die Ausbildung von Priestern. Von 1775 bis 1777 lehrten die Karmeliten an der Normalschule und am Gymnasium in Lienz. Nach der Aufhebung durch Kaiser Joseph II. zog das Franziskanerkloster 1785 in das ehemalige Karmelitenkloster ein. Ein Teil der wertvollen Bibliothek und Handschriften wurde an die Universitätsbibliothek Innsbruck weitergegeben. Im Franziskanerkloster Lienz sind noch Spuren der Karmeliterzeit sichtbar. Dazu zählen gotische Fresken aus dem 15. Jahrhundert, Bilder im Kreuzgang aus dem Jahr 1705, der Kapitelsaal der Karmeliten sowie die alte Karmelitergruft mit Namen von sieben Brüdern aus dem 18. Jahrhundert. Zudem sind Bilder der Stifterin Euphemia von Görz und des Prior Lucas Zach erhalten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Bezirk Lienz

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