Antoniterkloster Eicha (Naunhof)
Kloster in Deutschland
Das Antoniterkloster Eicha war ein Kloster des Antoniter-Ordens im Ortsteil Eicha von Naunhof, südöstlich von Leipzig. Es war die südlichste Niederlassung der Generalpräzeptorei Schloss Lichtenburg. Das Kloster entstand 1490 durch Kurfürst Friedrich den Weisen und wurde 1494 fertiggestellt. 1512 erhielt es ein Klostergut, das bis 1525 an den sächsischen Kurfürsten verkauft wurde. Das Kloster spielte eine zentrale Rolle in der Wallfahrt zur Marienkapelle, die 1454 gegründet wurde. 1509 verzichtete der Merseburger Bischof auf Ansprüche gegen eine Zahlung von 1000 Gulden, was auf einen starken Pilgerstrom hinweist. Die Wallfahrt blühte bis 1522, als ein Rückgang des Getränkeumsatzes in der Gastwirtschaft die Krise signalisierte. Die Reformationszeit brachte 1525 die Auflösung des Klosters und die Zerstörung der Marienbilder. Im ehemaligen Klostergebäude befindet sich heute ein Herrenhaus in Privatbesitz. Die Gewölbe wurden erstmals 1995 öffentlich zugänglich. Die ehemalige Klosterkirche liegt unter den Grundmauern der heutigen Kirche Albrechtshain. Die Wallfahrt wird heute durch historische Belege und die nahegelegene Kirche dokumentiert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Naunhof
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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