📷 Bild: Wikimedia Commons
Palais Bechtolsheim
Schloss in der westlichen Altstadt von Eisenach
Das Palais Bechtolsheim steht in der westlichen Altstadt von Eisenach und war der repräsentative Wohnsitz des Vizekanzlers des Herzogtums Sachsen-Weimar. Es gilt als das älteste erhaltene klassizistische Gebäude der Stadt und grenzte an den nordwestlichen Abschnitt der ehemaligen Stadtmauer. Das Gebäude entstand aus zwei 1752 gekauften Stadthäusern, die 1782 von der Familie von Mauchenheim zu einem einzigen Haus verbunden und umgebaut wurden. Der bedeutendste Besitzer war Johann Ludwig Freiherr von Mauchenheim, der Vizekanzler Herzog Carl Augusts. In dem Haus war Goethe mehrfach bei Staatsgeschäften und auf Reisen zu Gast. Im 19. Jahrhundert wurde das Palais von der Industriellenfamilie Streiber erworben und als repräsentativer Wohnsitz genutzt. Während der Nazi-Zeit hatte die SA Hausrecht, das Gebäude blieb unbeschädigt. In der DDR war es als Stadtbibliothek und Wohnungsverwaltung genutzt und beherbergte auch die Goethe-Gesellschaft. Heute dient es als Bürogebäude der Städtischen Wohnungsgesellschaft. Das Gebäude war ursprünglich ein dreiflügeliger Baukörper, wobei der nördliche Flügel nicht mehr vorhanden ist. Das zweigeschossige Zentralgebäude und der Südflügel wurden in den 1990er Jahren restauriert. In den repräsentativen Räumen finden sich Stuckornamente, während Möbel und andere Einrichtungsgegenstände die Zeit nicht überlebten. Der nördliche Flügel besaß ursprünglich einen laubenartigen Durchgang zum angrenzenden Garten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast
- Ort
- Eisenach
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