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Gräberfeld von Wittmar

archäologische Stätte in Deutschland

Das Gräberfeld von Wittmar befindet sich in der Gemeinde Wittmar im Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen, nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Es ist das nördlichste und einzige bekannte Gräberfeld der Linearbandkeramik in Niedersachsen. Das Areal liegt in Hanglage auf einer Lößinsel, umgeben von Ton, Mergel und sandigen Böden. Die Ausgrabungen begannen 1976, als ein Bagger Skelettreste entdeckte. Die Grabungen führten zur Freilegung von 51 Gräbern, wobei mindestens 14 sicher linearbandkeramisch und eines stichbandkeramisch sind. Die Toten wurden in strenger Hocklage bestattet, oft mit Schuhleistenkeilen, Keramik und Schmuck aus Spondylusmuscheln. Die Rössener Kultur ist mit 34 weiteren Gräbern vertreten. Die Bestattung einer 30-jährigen Frau wurde besonders gut erhaltene Skelette ergaben, darunter Karies, Knochenverformungen und Grabbeigaben wie Tongefäße und Zahnschnecken. Die Grabbeigaben umfassen Keramik, Schmuck aus Muscheln und Tierknochen sowie Werkzeuge wie Äxte und Pfeilspitzen. Die Toten wurden in Süd-Nord-Orientierung bestattet, mit dem Kopf im Süden. Die Keramik hilft, das Gräberfeld der älteren und mittleren Bandkeramik zu zuordnen. Schmuck und Werkzeuge sind nicht geschlechtsspezifisch, wobei Ketten aus Hirschgrandeln und Knochenarmringe den Männern vorbehalten waren.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Niedersachsen

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