📷 Bild: Wikimedia Commons
Neues Jagdschloss Hummelshain
Schloss in Deutschland
Das Neue Schloss Hummelshain liegt in der Gemeinde Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Es wurde zwischen 1880 und 1885 als Jagd- und Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Altenburg errichtet und gilt als herausragendes Beispiel der Baukunst des Historismus. Es ist der letzte landesherrliche Residenzneubau in Thüringen und markiert den Abschluss einer kulturellen Epoche. 2017 wurde es als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft und in ein Schutzprogramm aufgenommen, um den Verfall zu stoppen. Das Schloss war bis 1920 Sommerresidenz der Herzöge und Mittelpunkt der Hofjagden, darunter auch mit Kaiser Wilhelm II. 1998 verkaufte Thüringen das Schloss an ein Unternehmen, das eine Forschungseinrichtung plante, doch die Sanierungspläne scheiterten. Seitdem setzte der Verfall ein. Das Schlossensemble umfasst das Alte Schloss, das Jagdzeughaus, das Kutscherhaus und andere Gebäude, die bis heute weitgehend erhalten sind. Die Umgebung ist stark auf die Jagd bezogen und gehört zu den bedeutendsten Schlössern Thüringens. Die Innenausstattung des Schlosses ist reichhaltig und umfasst den 150 m² großen Festsaal, das Empfangszimmer des Herzogs und die Herzogin’sche Spiegelkammer. Die Räume sind mit Eichenholz, Kupfer- und Marmorverzierungen sowie Fresken geschmückt. Die Architekten Ernst von Ihne und Paul Stegmüller setzten verschiedene Stilmerkmale europäischer Architektur ein und schufen ein harmonisches Bauwerk, das sich in die Parklandschaft einfügt. Die Fassade besteht aus Sandsteinen und zeigt eine reiche Dachgestaltung sowie Ornamente mit Jagdhunden und Hirschen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast
- Ort
- Hummelshain
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