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Vicus Wareswald
archäologische Stätte in Deutschland
Vicus Wareswald ist eine römische Siedlung im nördlichen Saarland, heute auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberthal, Marpingen und Tholey im Landkreis St. Wendel. Die Siedlung entstand im 1. Jahrhundert n. Chr. an der Kreuzung zweier römischer Straßen. Sie lag im südöstlichen Grenzgebiet der civitas der Treverer und war Teil der römischen Provinz Gallia Belgica. Die Lage am Fuß des Schaumbergs in einem Waldgebiet war strategisch bedeutsam, da sie den Verkehr zwischen Strassburg und Trier sowie Metz und Mainz verknüpfte. Die Siedlung wuchs bis ins 3. Jahrhundert n. Chr., wobei die Blütezeit bis in die ersten Jahrzehnte des 4. Jahrhunderts reichte. In dieser Zeit gab es Badeanlagen, Fußbodenheizungen und Wandmalereien. Der wirtschaftliche Niedergang im 3. Jahrhundert führte zum Verlassen der Siedlung, die im 4. Jahrhundert endgültig wüst wurde. Im Siedlungskern wurden drei Gebäudekomplexe mit verschiedenen Bauphasen ausgegraben, darunter ein Gebäude mit Badezimmern und ein „Haus der Fortuna“ mit einer Sandsteinfigur der Göttin Fortuna. Zudem wurden Reste eines Mars-Tempels gefunden, der um 100 n. Chr. errichtet wurde.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Landkreis St. Wendel
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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