📷 Bild: Wikimedia Commons
Zisterzienserinnenkloster Thron (bei Wehrheim)
Kloster in Deutschland
Das Kloster Thron war ein Zisterzienserinnenkloster bei Wehrheim im Taunus. Es wurde 1243 von Graf Gerhard von Dietz gestiftet und auf dem Gut Niedernhain gegründet. Die Anlage war ursprünglich ein Reichslehen, wurde aber 1288 dem Schutz des Reiches unterstellt und aus der Oberhoheit der Dietzer entlassen. Die Klosterkirche wurde 1262 von Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein eingeweiht, nach einer Bauphase von etwa 18 Jahren. Das Kloster war in seiner Blütezeit um 1320 von etwa 60 Nonnen bewohnt. 1527 lebten noch 17 Nonnen und 2 Novizinnen dort, 1563 blieb nur eine Nonne übrig. Die Finanzierung erfolgte durch Mittel des Gutes Niedernhain, Spenden und Verkauf von Ablassbriefen. Das Kloster besaß 145 Rechte, darunter Höfe, Mühlen und Stadthöfe in Frankfurt, Friedberg und Wetzlar. Die Anlage des Klosters wurde im 15. Jahrhundert in den Niedergang getrieben. Mit der Reformation verlor es den katholischen Pfarrer, da lutherische Einflüsse in der Region wuchsen. Die letzte Äbtissin Margarete von Hattstein starb 1576, und das Kloster wurde nachfolgend als landwirtschaftliches Gut weitergeführt. Die Gesamtanlage und die ehemalige Klostermühle sind als Kulturdenkmal geschützt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Wehrheim
- Erbaut
- 1243
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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