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Burgstall Hagenfels

archäologische Stätte in Deutschland

Der Burgstall Hagenfels ist eine abgegangene Höhenburg auf 750 m ü. NN, etwa 6 km nördlich von Bischofswiesen im Landkreis Berchtesgadener Land. Die Anlage liegt zwischen zwei Wildbächen, dem Klausgraben und dem Hallthurmgraben, und umfasst einen zentralen Wohnturm sowie Vorwerke und Außenmauern. Sie war mit Wall und Graben abgesichert und verfügte über eine etwa 800 Meter lange Durchfahrtsstraße. Die Burg wird als Bodendenkmal im Bayernatlas geführt. Die Burgstallanlage wurde vermutlich ab 1378 gebaut und war Teil einer Vorbereitung auf eine militärische Aktion gegen das Fürsterzbistum Salzburg. Die Baukosten verschärften den Schuldenstand des Klosterstifts Berchtesgaden, weshalb die Herzöge von Bayern als Geldgeber vermutet werden. Die Burg wurde 1384 von Salzburg erobert und geschleift, was den Beginn der Inkorporation des Klosterstifts in das Erzbistum Salzburg markierte. Die Anlage liegt im Bischofswiesener Forst und ist von der Talrichtung nach Osten sowie von der Bergseite abgesichert. Die Befestigung umfasste mehrere Türme und war mit einer Sperranlage versehen. Die Anlage erweckt den Eindruck, dass sie nicht vollendet wurde. Sie ist Teil des Reichenhaller Burgenwegs und wird in mehreren Publikationen beschrieben.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg, Archäologische Stätte
Ort
Bischofswiesen
Erbaut
1378
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Quellen:Burgstall Hagenfels (CC0-1.0)

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