📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Sonnenstein
Schloss in Deutschland
Das Schloss Sonnenstein liegt im Pirnaer Stadtteil Sonnenstein, auf einem Felsplateau etwa 70 Meter über der Elbe. Es entstand im 10. Jahrhundert als slawische Befestigung und wurde im 13. Jahrhundert zur Burg. Die Anlage war eine wichtige Grenzfestung zwischen der Mark Meißen und dem Königreich Böhmen. 1545 wurde ein Schloss errichtet, und ab 1570 wurde die Festung zur sächsischen Landesfestung ausgebaut. 1764 verlor die Festung ihren militärischen Status. Die Anlage diente ab 1811 als Heilanstalt für geisteskranke Menschen. Sie war ein Musterinstitut mit reformpsychiatrischen Methoden und hatte bis 1840 etwa 240 Plätze. Die Anstalt wuchs weiter, und bis 1914 entstanden zahlreiche Neubauten. 1922 bis 1939 war der Ort Sitz der staatlichen Pflegerschule. 1939 wurde die Anstalt geschlossen und als Reservelazarett und Umsiedlerlager genutzt. Von 1940 bis 1941 war das Schloss Teil der NS-Euthanasie-Aktion T4. 13.720 meist behinderte Menschen wurden getötet. Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein erinnert heute an diese NS-Krankenmorde. Die Anlage wurde ab 1941 als Reservelazarett und Umsiedlerlager genutzt, bis sie 1954 verlassen wurde. Seit 2011 ist das Schloss Verwaltungssitz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Pirna
- Adresse
- Schlosspark 11, 01796 Pirna
- Seehöhe
- 156 m
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