Strand
Historische Insel in Deutschland
Strand war ein Küstenabschnitt und später eine Insel im nordfriesischen Wattenmeer. Die Insel entstand nach mehreren Sturmfluten im 14. Jahrhundert und wurde schließlich 1634 durch die Burchardiflut zerstört. Sie lag im Bereich der heutigen Inseln Nordstrand, Pellworm und der Hallig Nordstrandischmoor. Die Bewohner wurden Strandfriesen genannt und lebten in einer Region, die von Deichen und Sielzügen geschützt wurde. Die Insel war bis zur Flutkatastrophe 1634 ein wichtiger Handelsort, insbesondere mit Rungholt. Sie war Teil des Herzogtums Schleswig und hatte eine eigene Kirchenordnung. Die Strander waren in der Landwirtschaft und dem Salzbergbau tätig. Die Insel war fruchtbar, mit gedüngten Moorböden und Klei, und hatte eine gut ausgebauten Bildungssystem. Die Bevölkerungszahl betrug um 1600 etwa 8610 Einwohner in 1779 Haushalten. Auf der Insel gab es Seedeiche, die das Land schützten, und mehrere Köge, die die Küstenlandschaft teilten. Die Deiche wurden ständig repariert, doch die Sturmfluten und die Flutkatastrophe 1634 zerstörten große Teile der Insel. Die Überlebenden konnten nur auf Pellworm wieder eindeichen und landeten in einer neuen Landschaft aus Watt. Die Insel wurde schließlich vollständig überflutet und verlor ihren ursprünglichen Charakter.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Insel
- Ort
- Kreis Nordfriesland
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