📷 Bild: Wikimedia Commons
Jindřichovice
ehemalige Bergstadt im Okres Sokolov in Tschechien
Jindřichovice ist eine ehemalige Bergstadt im westlichen Erzgebirge, im Karlovarský kraj in Tschechien. Sie liegt auf einer Hochfläche des Nejdecka vrchovina, zwischen 640 und 700 Metern. Nachbarorte sind Oloví, Rotava, Šindelová und das Braunkohleabbaugebiet im Falkenauer Becken. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Háj und Jindřichovice selbst. Die Stadt war bis ins 19. Jahrhundert ein bedeutender Bergbauort mit Zinn, Silber und Blei. 1537 erhielt sie das Stadtrecht, und 1546 ein eigenes Wappen. 1592 wurde ein Schulhaus gebaut, und 1654 lebten 75 bewohnte Häuser in der Stadt. 1915 wurde ein Gefangenenlager eingerichtet, das bis 1919 bestand. Die Überreste der Gefangenen wurden in ein Mausoleum umgebaut, das heute eine Gedenkstätte ist. In Jindřichovice gibt es das Schloss, das 1672 errichtet und im 19. Jahrhundert neogotisch umgebaut wurde. Das Neobarocke Jagdschlösschen Favorit steht im Wildpark des Schlossparks. Die St. Martinskirche aus dem Jahr 1803 mit achteckigem Turm ist ein weiteres sehenswertes Bauwerk. Die Gemeinde ist auch für das Mausoleum bekannt, in dem die sterblichen Überreste von Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges ruhen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Tschechien
- Ort
- Okres Sokolov
- Seehöhe
- 646 m
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