📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Wollin
Schloss in Polen
Das Schloss Wollin war ein Residenzschloss der Herzöge von Pommern auf der polnischen Insel Wolin. Es stand in der gleichnamigen Stadt und war bis ins 13. Jahrhundert von Kastellanen verwaltet. Das Gebäude diente später als Witwensitz der pommerschen Herzoginnen und als Wohnort für nicht regierende Mitglieder des Greifenhauses. Im 16. Jahrhundert wurde es als Steinbau wiedererrichtet und bis 1620 genutzt. Das Schloss war ein bedeutendes Bauwerk, das bis 1620 als Witwensitz der Herzogin Anna Maria von Brandenburg diente. Philipp Hainhofer beschrieb es in seinem Reisetagebuch, wobei er erwähnte, dass es nur für zehn Personen des Hofstaates Unterkunft bot. Die Vedute Wollins, eine Zeichnung aus der Lubinschen Karte, zeigte das Gebäude mit Staffelgiebel und einem kupfergedeckten Dachreiter. 1620 wurde es durch einen Neubau ersetzt, nachdem der Zustand des alten Schlosses zu schlecht war. Im Schloss wohnten Herzöge und ihre Familien, und es war Teil eines Komplexes mit Stallungen, Kornhaus und Brauhaus. Nach dem Tod der Herzogin Sophie wurde die Innenausstattung des Neubaus vorgefunden. Das Schloss wurde im Zweiten Schwedisch-Polnischen Krieg 1659 und im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg 1675 stark beschädigt und schließlich niedergebrannt. Es wurde nicht wieder aufgebaut.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Wollin
- Erbaut
- 1284
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