📷 Bild: Wikimedia Commons
Bricciuskapelle
Kapelle im hinteren Mölltal
Die Bricciuskapelle steht im oberen Mölltal bei Heiligenblut am Großglockner in Kärnten, Österreich. Sie liegt auf 1629 Meter Höhe, oberhalb der Kräuterwand auf der Sattelalpe. Die Kapelle ist Teil des Alpenblumensteigs, der von Heiligenblut zum Glocknerhaus führt. Sie steht unter Denkmalschutz und ist als Listeneintrag eingetragen. Die Kapelle wurde erstmals 1271 urkundlich erwähnt, der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1872. Sie ist ein kleiner Rechteckbau mit Stichkappengewölbe und barockem Altarbild, das 16 Darstellungen aus der Bricciuslegende zeigt. Die Legende besagt, dass der dänische Prinz Briccius 914 von einer Lawine verschüttet wurde und eine Ampulle mit dem Blut Christi bei sich trug. Sein Leichnam und die Ampulle wurden 914 bei Heuziehen entdeckt und in der Heiligenblut-Kirche aufbewahrt. Die Kapelle liegt über der Bricciusquelle, deren Wasser angeblich heilende Eigenschaften besitzt, insbesondere bei Augenleiden. Es wird vermutet, dass die Kapelle über einem heidnischen Quellheiligtum errichtet wurde und später christlichen Verehrung unterworfen wurde. Dies war eine typische Praxis bei der Christianisierung von heiligen Orten im Mittelalter.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle, Kirchengebäude
- Ort
- Heiligenblut am Großglockner
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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