📷 Bild: Wikimedia Commons
Kleinneusiedler Papierfabrik
Denkmalgeschütztes Objekt in Klein-Neusiedl (4350)
Die Papierfabrik Klein-Neusiedl war ein Industriebetrieb in Klein-Neusiedl, Niederösterreich, der auf dem Gelände eines zerstörten Schlosses errichtet wurde. Sie entstand 1793 durch den Großhändler Ignaz Theodor Pachner Edler von Eggenstorf und war die größte Papierfabrik im Wiener Becken. Das Gebäude, mit einem Mansarddach als Trockenraum, wurde 1795 fertiggestellt und umfasste 350 Arbeitsplätze. Im Betriebsareal gab es Wohnhäuser für die Arbeiter sowie einen Fabrikspark mit barocken Steinskulpturen. Die Fabrik war bis 1837 eine der umfassendsten Maschinenpapierfabriken Europas und wurde 1837 durch Dampfmaschinen modernisiert. Diese ermöglichten mechanisches Schöpfen und endlose Papierbahnen. Bis 1898 blieb jedoch auch das Handschöpfen erhalten. Die Fabrik wurde 1837 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und später zum Großkonzern umgebaut. Die Produktion wurde 1930 eingestellt, und die Gebäude wurden 1938 von Polsterer erworben. Heute sind Teile der Fabriksanlage, wie das dreigeschoßige Gebäude aus 1795, der Werkskanal und der verwilderte Fabrikspark, zugänglich. Daneben stehen Steinskulpturen an der Brücke über die Fischa. Die ehemaligen Gebäude werden unter Denkmalschutz gestellt. In einer Hallen wird heute ein Varietétheater betrieben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Papierfabrik
- Ort
- Klein-Neusiedl
- Adresse
- Kirchenplatz 9
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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