📷 Bild: Wikimedia Commons
Lukasklause
Turm in Magdeburg
Die Lukasklause ist ein spätgotischer ehemaliger Wehrturm in Magdeburg, der sich auf einer leichten Erhebung westlich der Elbe im Nordosten der Altstadt befindet. Der Turm ist achteckig, 21,70 m hoch und verfügt über drei Stockwerke sowie einen Keller. Südlich davon liegt ein historisierender Anbau aus den Jahren 1902/03, der mit gotischen Elementen und einem Treppenturm versehen ist. In der Umgebung sind Reste der ehemaligen Stadtbefestigung sowie ein Festungseisenbahntor aus dem Jahr 1851 erhalten. Die Lukasklause war Teil der Magdeburger Stadtbefestigung und wurde mehrfach modernisiert. 1450 wurden Schießscharten angebracht, 1536 wurde eine Schanze errichtet, die den Turm integrierte. Während der Belagerung 1550/51 spielte die Anlage eine wichtige Rolle. 1631 wurde der Turm bei der Zerstörung der Stadt durch Truppen Pappenheims beschädigt. 1900 wurde der Turm an den Künstlerverein St. Lukas verkauft und 1902/03 umgebaut. 1983 wurde die Lukasklause als Museum eröffnet und 1995 zum Otto-von-Guericke-Museum umfunktioniert. Im Otto-von-Guericke-Museum werden Leben und Werk des Wissenschaftlers Otto von Guericke gezeigt. Die Ausstellung umfasst zwei Etagen mit Nachbauten seiner Geräte und Experimenten. Die Lukasklause steht zudem für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. 2008 wurden moderne Anbauten errichtet, die jedoch auf Kritik stießen, da sie den historischen Charakter beeinträchtigten. Die Ausstellungsfläche wurde erweitert, und die Museumsleitungen wurden neu organisiert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Magdeburg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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