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Zisterzienserinnenkloster Lilienthal
ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in der niedersächsischen Gemeinde Lilienthal bei Bremen
Das Zisterzienserinnenkloster Lilienthal war von 1230 bis 1646 ein religiöses Zentrum in der niedersächsischen Gemeinde Lilienthal bei Bremen. Es entstand auf Initiative des Bremer Erzbischofs Gerhard II. und wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Die erste Kirche wurde 1230 errichtet, und 1232 wurde die Gründungsurkunde ausgestellt. Das Kloster war bis 1552 einflussreich, besaß über 80 zinspflichtige Dörfer und war bis 1646 unter schwedischer Herrschaft aufgelöst. Die ehemalige Klosterkirche ist heute die evangelische Pfarrkirche von Lilienthal und steht unter Denkmalschutz. Sie ist eine einschiffige Saalkirche aus Backstein mit steilem Giebel und gotischen Arkadenverblendungen. Der Innenraum ist in fünf Joche geteilt, und die Wandgemälde stammen aus dem 15. Jahrhundert. Im Chor steht ein barocker Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert, und die Orgel aus dem Jahr 1884 ist eine der größten Werke des Orgelbauers Johann Hinrich Röver. Im Kirchengebäude befindet sich ein qualitätvolles Steinrelief mit einer Sitzmadonna aus dem 14. Jahrhundert, das im Gemeindewappen wiederkehrt. Die Glocke im Dachreiter stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde in der Übergangsform vom Zuckerhut zur gotischen Rippe gegossen. Die Kirche hat durch Umbauten im 18. und 20. Jahrhundert erhalten geblieben und bleibt ein zentraler Ort der Gemeinde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Lilienthal
- Erbaut
- 1232
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