📷 Bild: Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Schlögener Schlinge
Die Schlögener Schlinge ist eine markante Flussschlinge der Donau im oberösterreichischen Donautal, etwa auf halber Strecke zwischen Passau und Linz. Sie liegt zwischen den Stromkilometern 2186,5 und 2180,5 und gilt als größter Zwangsmäander Europas. Das rechte Ufer gehört zur Gemeinde Haibach ob der Donau mit dem Ortsteil Schlögen, während im Norden Hofkirchen im Mühlkreis und im Osten Niederkappel angrenzen. Die Schlinge entstand durch den Durchbruch der Donau durch das böhmische Massiv und bildet ein epigenetisches Durchbruchstal mit mehreren Kehren. Besonders beeindruckend ist die erste, eng gekrümmte 180-Grad-Wendung von Südost nach Nordwest, gefolgt von einer weiteren Rechtskurve. Die Donau weicht hier lokal um 180 Grad von ihrer sonstigen West-Ost-Richtung ab, was sie zu einem einzigartigen Naturphänomen macht. Früher galt der Abschnitt als gefährlich für die Schifffahrt, heute ist er Teil des Stauraums des Kraftwerks Aschach. Touristisch erschlossen wird die Schlinge durch einen Naturlehrpfad am linken Ufer, der Au und Grafenau verbindet und über Geologie sowie Tier- und Pflanzenwelt informiert. Ausblicke bieten die Burgruine Haichenbach, der Steiner Felsen und der Schlögener Blick. Der Donauradweg führt entlang des Flusses, und drei Fähren ermöglichen Querungen für Radfahrer. Am rechten Ufer steht ein Hotel mit Restaurant, das konservierte Reste des römischen Kleinkastells Schlögen zeigt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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