📷 Bild: Wikimedia Commons
Ziegeleimuseum Glindow
Technikmuseum in Glindow
Das Ziegeleimuseum Glindow liegt bei Werder (Havel) im westlichen Brandenburg und steht auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei. Es ist ein Industriedenkmal, das seit 1993 besteht und heute handgestrichene Tonziegel sowie spezielle Formsteine für den Denkmalschutz herstellt. Die Produkte werden in einem historischen Ringofen nach dem Prinzip von Friedrich Eduard Hoffmann gebrannt. Die Ziegelindustrie in der Region hat eine lange Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Zisterziensermönche produzierten Ziegel, die zum Bau des Klosters Lehnin und späterer Häuser in Brandenburgs Wasserstädten verwendet wurden. Berlin wurde ab der Gründerzeit ein wichtiger Abnehmer, und bis 1887 wurden etwa 22 Billionen Ziegelsteine aus Glindow nach Berlin transportiert. Die Ziegelei blühte, bis die Tonvorräte erschöpft waren. Besucher des Museums können in einem Turmgebäude aus dem 19. Jahrhundert die Geschichte der Ziegelherstellung erkunden. Ausstellungen zeigen die Lebensbedingungen der Saisonarbeiter, die Technik der Ziegelei und historische Dokumente. Führungen durch den intakten Hoffmann-Ringofen ermöglichen Einblick in die Herstellung von Ziegeln. Die Umgebung umfasst das Naturschutzgebiet der sogenannten Glindower Alpen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum
- Ort
- Werder (Havel)
- Adresse
- Alpenstraße 44, 14542 Werder a.d.Havel
- Erbaut
- 1993
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