Auvernier–La Saunerie
archäologische Stätte in der Schweiz
Die Ruine Auvernier–La Saunerie ist ein neolithisches Siedlungsplatz am Nordufer des Sees Neuchâtel in der Schweiz. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 2011 als Teil der prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen eingetragen. Die Anlage liegt im Gebiet der ehemaligen Gemeinden Auvernier und Colombier, heute Teil von Milvignes im Kanton Neuchâtel. Sie war während der Lüscherz-Kultur, etwa 3600–2400 v. Chr., ein stark besiedelter Bereich. Die Ausgrabungen an La Saunerie begannen im 19. Jahrhundert und wurden systematisch unter Paul Vouga und später Christian Strahm fortgeführt. Die Arbeiten führten zur Einteilung des schweizerischen Neolithikums in vier Phasen und zur Identifizierung neuer Kulturkreise wie der Lüscherz-Gruppe und der Auvernier-Kultur. Dendrochronologische Untersuchungen datierten die Besiedlung in zwei Hauptphasen: 2634–2550 und 2550–2434 v. Chr. Die Site ist mit einer Fläche von 3,2 Hektar die grösste im Gebiet der Bay of Auvernier. Die Anlage umfasst mehrere Schichten, die auf die Kulturen Cortaillod, Lüscherz und Auvernier-Cordé zurückgehen. Die Besiedlung begann im Mittelneolithikum am Rand des Sees und verlagerte sich später Richtung See. Die Ausgrabungen ermöglichten die Aufstellung einer chronologischen Abfolge und die Definition neuer Materialkulturen. Die Struktur der Siedlungen bleibt jedoch aufgrund der Vielzahl der Schichten und der Komplexität der Bebauung nur teilweise rekonstruierbar.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Auvernier
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
In der Nähe
- La Saunerie, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Pfahlbauten"371 m
- Auvernier–Les Graviers364 m
- Les Graviers, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Pfahlbauten"373 m
- Milvignes576 m
- Colombier576 m
- Schloss Auvernier608 m
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