Oberwall Rüdigershagen
abgegangene Burg in Rüdigershagen in Niederorschel im Landkreis Eichsfeld in Thüringen
Der Oberwall Rüdigershagen ist eine abgegangene mittelalterliche Burg in der Gemeinde Niederorschel im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Sie liegt am südlichen Ortsrand von Rüdigershagen am Fuß des Steilabfalles des Dün auf einem kleinen flachen Bergvorsprung. Die heutige Landesstraße L1015 verläuft in einem Taleinschnitt um das Dorf herum. Die Burg stand an einer historischen Fernstraße von Mühlhausen nach Duderstadt und Norddeutschland und diente deren Überwachung. Die Burgen Oberwall und Unterburg waren im 13. Jahrhundert im Besitz der Herzöge von Braunschweig. 1273 wurde Burchard von Bodungen als Burgmann genannt, 1288 ein Gunter von Hagen als Besitzer der Unterburg. 1300 wurde Eckardt Wolf als Burgmann erwähnt. Die Burgen wurden 1315 vermutlich zerstört, und 1352 schlossen die Brüder Heinrich und Theodor einen Friedensvertrag mit Mühlhausen. Die Familie von Hagen verpfändete 1376 beide Burgsitze an die von Knorr, und 1544 wurde der Besitz wiederhergestellt. Die Anlage des Oberwalls liegt am Südrand der Dorfbebauung auf einem leicht nach Norden geneigten Gelände. Die ehemals runde Burgstelle ist im Norden und Osten durch Bebauung zerstört, im Süden und Westen bleibt ein Wall mit Graben und weiterem Wall erhalten. Die Anlage ist durch die stärkere Ausprägung von Wall und Graben sowie fehlenden Wassergraben charakterisiert. Die Burg war vermutlich Teil des Herzogtums Braunschweig und nicht des historischen Eichsfeldes.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Niederorschel
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