📷 Bild: Wikimedia Commons
Custine-Schanzen (Oberursel)
Burgruine in Deutschland
Die Custine-Schanzen sind drei Geschützstellungen im Oberurseler Stadtwald am Borkenberg. Sie liegen im Nordosten auf einem Talweg und sind jeweils 30 Meter breit und 30 Meter tief. Die westlichste Schanze wurde durch den Bau eines Friedhofs abgegangen. Die Stellungen waren etwa 300 Meter voneinander entfernt und boten freies Schussfeld über den Urselbach ins Tal. Die Schanzen wurden im November 1792 während des Ersten Koalitionskrieges errichtet, als französische Truppen den Taunus besetzten. Der Kommandant Graf Adam-Philippe de Custine ordnete ihre Errichtung an, um sich gegen anrückende Preußen und Hessen zu verteidigen. Die Stellungen wurden am 2. Dezember 1792 von hessischen Truppen angegriffen und am 3. Dezember 1792 geräumt. Die Franzosen zogen sich nach Frankfurt am Main zurück. Die Schanzen sind ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Sie sind Teil der Geschichte des Ersten Koalitionskrieges und wurden 1911 von der Arbeitsgruppe des Saalburgmuseums ausgegraben. Dabei wurden nur Kochgeschirr und keine weiteren Funde der französischen Truppen gefunden. Die Stätte ist geschützt, und gezielte Ausgrabungen oder Funde müssen gemeldet werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgruine
- Ort
- Oberursel
- Erbaut
- 1792
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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